Friedrich Fromm – Wikipedia

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Fromm

Fromm und der 20. Juli 1944Bearbeiten

Wie weit Fromm in die Attentatspläne des 20. Juli 1944 eingeweiht war, ist ungeklärt. Von den Verschwörungsplänen, die in seinem unmittelbaren Umfeld − der spätere Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg war Stabschef bei Fromm und das von General Friedrich Olbricht geleitete Allgemeine Heeresamt eine Fromm direkt unterstehende Behörde − geschmiedet wurden, muss er wohl gewusst und diese zumindest stillschweigend geduldet haben. Zu einer aktiven Beteiligung an der Operation Walküre war er aber nicht bereit. Nach Bodo Scheurig war er „ein genusssüchtiger Opportunist, der nur richtig zu liegen trachtete“.[4]

Nach dem Bombenattentat auf Hitler durch Stauffenberg erhielt er bereits früh in seinem Hauptquartier im Berliner Bendlerblock durch ein Telefonat mit Generalfeldmarschall Keitel die Meldung, Hitler habe die Explosion leicht verletzt überlebt. Daraufhin weigerte er sich vehement, den Putsch Stauffenbergs, den er für gescheitert hielt, zu unterstützen und den „Walküre-Befehl“ zu unterschreiben, wozu nur er berechtigt war. Stauffenberg befahl er, sich zu erschießen – offenbar in der Hoffnung, dadurch seine eigene Mitwisserschaft zu verschleiern. Die Verschwörer nahmen den Generaloberst daraufhin fest und sperrten ihn in sein Dienstzimmer ein. In den Abendstunden wurde Fromm bei der Erstürmung des Gebäudes durch regimetreue Truppen befreit und setzte sich selbst an die Spitze derer, die den Aufstand beendeten. Auf seine persönliche Anordnung hin wurden Stauffenberg sowie seine drei engen Mitverschwörer General Olbricht, dessen Stabschef Oberst Mertz von Quirnheim und Stauffenbergs Adjutant Oberleutnant von Haeften durch ein kurzfristig einberufenes Standgericht zum Tode verurteilt und kurz nach Mitternacht im Innenhof erschossen. Seinem früheren Vorgesetzten, dem ehemaligen Chef des Generalstabes des OKH, Generaloberst a. D. Ludwig Beck, gab Fromm auf dessen persönliches und massives Drängen hin die Gelegenheit zum Suizid. Als dieser fehlschlug, ließ er den Schwerverletzten erschießen.

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