SWP Online / Karl Ove Knausgård: „Ich war ganz allein“

http://m.swp.de/ulm/nachrichten/kultur/karl-ove-knausgard_-_ich-war-ganz-allein_-15064034.html

Die stärksten Passagen gelingen Knausgård, wenn es um seine Frau Linda geht. Berührend beschreibt er ihre manisch-depressiven Episoden, wie er versucht, die Familie zusammenzuhalten, als sie in eine Klinik kommt.

Trotzdem: Muss das sein? Muss man den Menschen so eine Zur-Schau-Stellung zumuten? Muss man nicht. Aber genau das macht Knausgårds Projekt so erfolgreich. Dass er weiter ging als die meisten anderen Schriftsteller. Dass er über Menschen schrieb, die es gab und immer noch gibt, denen er weiter begegnet, und über die Banalität des Alltags. Er habe sich der Wirklichkeit verpflichten wollen, erklärt der bärtige Norweger mit den blauen Augen. Der Preis dafür war hoch. Er werde sich nie verzeihen, was er seiner Familie angetan habe, „aber ich habe es getan, damit muss ich leben“, schreibt der heute vierfache Familienvater am Ende.

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