Schottland: Statoil bringt schwimmende Windkraftwerke aufs Meer – SPIEGEL ONLINE

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Jeder Turm ist 175 Meter hoch und wiegt 11.500 Tonnen – die norwegische Energiefirma Statoil will vor Schottland einen Windpark errichten. Das Besondere daran: Die Windräder werden nicht im Boden verankert, sondern sollen auf dem Meer schwimmen. Das erste Exemplar wurde nun 25 Kilometer vor Peterhead, dem östlichsten Punkt Schottlands installiert, in den nächsten Wochen sollen vier weitere auf einer Fläche von vier Quadratkilometern folgen.

Geplant ist, dass die Windräder Ende 2017 ans Netz gehen. Dann soll der Windpark, auch Hywind genannt, 20.000 Haushalte mit Strom versorgen. Jedes Windrad trägt dazu eine Leistung von 6 Megawatt bei. Das Projekt kostet 190 Millionen Pfund (etwa 212 Millionen Euro) und wurde von der schottischen Regierung genehmigt. Neben Statoil ist das Energieunternehmen Masdar aus Abu Dhabi beteiligt.

Statoil erhofft sich mit den schwimmenden Windparks vor allem Kunden an Orten zu gewinnen, an denen das Wasser tief ist – etwa in Japan oder an der Westküste der USA. Denn bei Wassertiefen über 50 Meter können die Windräder am Grund nicht verankert werden. Auf dem Meer sind zudem die Windgeschwindigkeiten meist höher als an der Küste. Statoil rechnet in Schottland mit 36 Kilometern pro Stunde im Durchschnitt. Die Rotorblätter sind mit 75 Metern entsprechend lang.

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