SPIEGEL-Gespräch: „Für mich überwiegen die Risiken“ – DER SPIEGEL 41/2015

SPIEGEL: Der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron favorisiert eine andere Lösung. Er will einen europäischen Finanzminister einsetzen, der mithilfe eines eigenen Budgets die Wirtschaft der Währungsunion beeinflussen kann. Was halten Sie davon?
Weidmann: Ein europäischer Finanzminister wäre dann sinnvoll, wenn er die notwendigen Kompetenzen bekäme, die Haushaltsregeln auch durchzusetzen. Macron will aber, dass der künftige europäische Finanzminister vor allem ein eigenes Budget verwalten darf, das wie ein Finanzausgleich in Europa wirkt. Ohne dass die Länder nationale Souveränität über ihre Wirtschafts- und Finanzpolitik abgeben, überzeugt mich ein umfassendes Transfersystem nicht.
SPIEGEL: Auch Macron fordert, dass ein künftiger europäischer Finanzminister in die nationale Haushaltsplanung eingreifen kann. Dazu will er sogar ein eigenes Parlament für die Eurozone einsetzen. Beeindruckt Sie das nicht?
Weidmann: Ich habe die Vorschläge nicht so verstanden, dass die Regierung in Paris bereit wäre, das Haushaltsrecht des französischen Parlaments einzuschränken.

Quelle: SPIEGEL-Gespräch: „Für mich überwiegen die Risiken“ – DER SPIEGEL 41/2015

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