Reformen: Hart, aber herzlich – DER SPIEGEL 48/2014

Die beiden Wissenschaftler haben in den vergangenen Wochen im Auftrag Macrons einen Reformplan für das Krisenland Frankreich erarbeitet. Am Donnerstag will dieser das Papier bei einem Festakt in Paris gemeinsam mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel (SPD) vorstellen – als Fahrplan für eine Reform Frankreichs.Die rund 30 Seiten lange Bestandsaufnahme fällt so hart aus wie von Macron gewünscht: Frankreich, dem eine Milliardenstrafe der EU-Kommission wegen des eklatanten Haushaltsdefizits droht, müsse sich grundlegend neu aufstellen, heißt es darin.Das Land sei derzeit schlicht wenig wettbewerbsfähig, vor allem wegen seines verkrusteten Arbeitsmarktes. „Frankreichs Arbeitszeitflexibilität muss sich entsprechend der ökonomischen Bedingungen erhöhen“, schreiben die Forscher – und schlagen vor, durch eine Neugestaltung der französischen Tarifverträge die Zwangsjacke der staatlich verordneten 35-Stunden-Woche in vielen Sektoren zu lockern.Auch die Lohnstückkosten müssten sinken. Verdienststeigerungen sollten sich künftig „an der Produktivität, nicht mehr automatisch am durchschnittlichen Lohnanstieg in Frankreich orientieren“, raten die Forscher – und fordern eine dreijährige Gehalts-Nullrunde, um französische Unternehmen wieder wettbewerbsfähiger werden zu lassen.

Quelle: Reformen: Hart, aber herzlich – DER SPIEGEL 48/2014

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