Europa: Eine Frage des Glaubens – DER SPIEGEL 36/2014

Besonders gut kommt in Berlin der neue Wirtschaftsminister Emmanuel Macron an: Er ist erst 36, war einst Rothschild-Banker und versuchte Hollande schon früher auf Reformkurs zu drängen. Macron war ein erklärter Gegner der berüchtigten 75-Prozent-Steuer auf Einkommen von über einer Million Euro, die Hollande im Wahlkampf versprach. Sein Land würde ein „Kuba ohne Sonne“, lästerte er damals. Im Kanzleramt kennt man Macron gut und schätzt ihn – er hatte im Elysée als Wirtschaftsberater des Präsidenten gearbeitet.Doch auch er ist ein Kritiker der Berliner Fiskalpolitik. Gleichzeitig gilt Macron zwar als eindeutiger Anhänger von Strukturreformen. In einem Interview kurz vor seiner Ernennung vergangene Woche regte er eine Lockerung der 35-Stunden-Woche an – und musste sich von Premier Valls deshalb prompt zurückpfeifen lassen. Doch zugleich hat Macron in Hintergrundgesprächen klargemacht, dass Deutschland zu viel Wert auf die Einhaltung der Defizitregeln lege.

Quelle: Europa: Eine Frage des Glaubens – DER SPIEGEL 36/2014

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