Banco Popular, Santander: Aktionäre verlieren alles

der Übernahme der spanischen Krisenbank Banco Popular durch den Konkurrenten Santander am Mittwoch kam es zum ersten Mal zur Anwendung der europäischen Regeln für Bankenabwicklungen. Dieses „einheitlicher Bankenabwicklungsmechanismus“ (Single Resolution Mechanism – SRM) genannte Regelwerk ist seit Anfang 2016 in Kraft und sieht vor, dass erst Aktionäre und bestimmte Anleihe-Gläubiger bei der Abwicklung von Banken auf ihre Forderungen verzichten müssen, bevor staatliche Gelder zur Stabilisierung eingesetzt werden dürfen. Genau dies ist bei der Banco Popular nun zum ersten Mal geschehen, man spricht auch von einem Bail-in.

Der Bail-in bedeutet, dass die Aktionäre der Banco Popular ihren gesamten Einsatz in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro und die Inhaber sogenannter nachrangiger Anleihen insgesamt zwei Milliarden Euro verlieren. Die Besitzer vorrangiger Titel (sogenannte „Senior-Anleihen“) wurden hingegen geschont. Insgesamt belaufen sich die Verluste von Aktionäre und Anleger dem Finanzblog Zerohedge zufolge daher auf etwa 3,3 Milliarden Euro

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/06/08/aktionaere-der-spanischen-krisenbank-banco-popular-verlieren-alles/

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