Deutschland: Die moralische Supermacht – Kolumne – SPIEGEL ONLINE

Es gibt in der Politikwissenschaft die Theorie des amerikanischen Exzeptionalismus, wonach den USA eine besondere geschichtliche Rolle zufällt. Auf die Puritaner geht die Vorstellung einer von Gott erwählten Nation zurück, deren Sendungsbewusstsein sich gewissermaßen aus der Vorsehung ableitet.

Wir erleben den Triumph des deutschen Exzeptionalismus. Nach Energiewende und Flüchtlingswende steht jetzt die Friedenswende und damit die endgültige Heiligsprechung Deutschlands ins Haus. Dem Land geht es nicht nur ökonomisch so gut wie nie, auch moralisch sind wir Supermacht.

Deutschland sei „ökologischer, weiblicher, offener, föderaler“ und die Deutschen damit ein „besseres Volk“ geworden, so beschrieb es neulich der stellvertretende Chefredakteur der „Zeit“, Bernd Ulrich, in einem Interview. „Deutschland ist der fortschrittliche, moralische, weise Staat auf diesem Planeten“, das hat Richard Gere vor wenigen Tagen der Nation ins Stammbuch geschrieben. Gere ist Buddhist und eng mit dem Dalai Lama verbunden, damit trägt sein Urteil gewissermaßen den Stempel von ganz oben.

http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-1150706.html

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