Jens Bjørneboe – Wikipedia

Seine sozialkritischen Bücher sind stark geprägt von der vermeintlich immerwährenden Existenz des Bösen. Sie schildern etwa die Unmenschlichkeit der nationalsozialistischen Rassenhygiene oder die unwürdigen Zustände in norwegischen Gefängnissen.

Als einer der großen Romane der norwegischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg gilt sein 1966 veröffentlichter Roman Frihetens øyeblikk (Der Augenblick der Freiheit). Hauptfigur des Bildungsromans[6] ist ein namenloser Justizbeamter und Schriftsteller, der in einem fiktiven Fürstentum in den Alpen versucht, seine Vergangenheit zu rekonstruieren. Diese weist Parallelen zu Bjørneboes eigener Biographie auf.[6] 1969 erschien die Fortsetzung Kruttårnet (Der Pulverturm), die in einer psychiatrischen Anstalt spielt. Den Kern des Romans bilden drei Vorträge über Grausamkeiten, die von dem Chefarzt sowie einem ehemaligen Henker gehalten werden.[7] 1973 folgte mit Stillheten (Stille. Ein Anti-Roman oder Das absolut letzte Protokoll) eine weitere Fortsetzung. Handlungsort ist Afrika, wo der dem Alkoholismus verfallene Erzähler Gespräche mit Einheimischen sowie historischen Figuren wie Maximilian Robespierre führt.[4]

Diese Trilogie, die nach einem fiktiven Werk der Hauptperson Geschichte der Bestialität genannt wurde, gilt als Bjørneboes Hauptwerk.[8] Er befasst sich mit der Geschichte des Bösen und des Leidens, stellt Bezüge zu historischen Ereignissen wie KolonialismusNationalsozialismus und Vietnamkrieg her[9] und kritisiert so die westliche Welt. Der dritte Teil der Trilogie, Stillheten, wurde mit dem Kritikerpreis und dem Doblougpreis ausgezeichnet, erhielt jedoch – wie auch Kruttårnet – auch negative Kritiken.[4]

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jens_Bj%C3%B8rneboe

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