Emmanuel Macron: Deutsches Geld für Frankreich, Kolumne Jan Fleischhauer – SPIEGEL ONLINE

Man wäre weniger misstrauisch, wenn Frankreich in der Vergangenheit den Willen gezeigt hätte, seine Probleme aus eigener Kraft zu bewältigen. Die Wahrheit ist: Die Franzosen leiden nicht an der deutschen Austeritätspolitik. Sie leiden an der Unfähigkeit, sich in einer veränderten Welt zu behaupten. Auch die Deutschen hätten am liebsten die 35-Stunden-Wochen und würden gern mit spätestens 62 in Rente gehen. Im Gegensatz zu ihren französischen Nachbarn haben sie allerdings akzeptiert, dass es einen Zusammenhang zwischen Produktivität und Wohlstand gibt, der sich durch keinen Rotwein der Welt, in welcher Menge auch immer genossen, außer Kraft setzen lässt.

Die Sozialdemokratie hatte schon immer ein romantisches Verhältnis zu Frankreich. Ich kenne das aus meiner eigenen Familie. Erst fuhren wir im Sommer nach Skandinavien, das als Wohlfahrtsstaatsparadies in jedem SPD-Haushalt Vorbild war, dann, ab Mitte der Siebzigerjahre, an die französische Atlantikküste. Die Verbindung von Lebensart, Kultur und Gewerkschaftsgeist war für alle, die für die gute Sache kämpften, unwiderstehlich.

http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-1147716.html#ref=meinunghpmobi

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