Chinas Aufstieg zur Technologiemacht: Von der Fabrik der Welt zum Labor der Welt – manager magazin – Nachrichten – Politik

In welchen Bereichen setzen chinesische High-Tech-Stars derzeit zum großen und globalen Sprung an?

  • Künstliche Intelligenz: Hier sind zunächst einmal alte Bekannte wie die beiden Telekom-Konzerne Huawei oder ZTE unterwegs. Huawei hat einen Forschungsetat von knapp zehn Milliarden Dollar. Das Ziel des Ausrüsters, der erst in den vergangenen Jahren Handys in seine Produktpalette aufnahm, sind Geräte, die – wie der Mensch – schmecken, riechen, hören und sehen können. Aber auch kleinere Unternehmen wie die Shanghaier Softwarefirma Zhizhen Network Technology ist schon weltweit führend. Zhizhens Spracherkennungssystem Xiaoi Robot bietet inzwischen den US-Konkurrenten Apple  (Siri) und Amazon  (Echo) Paroli.
  • Drohnen/Roboter: Hier hat China hochfliegende Pläne und mit DJI – Dajiang Innovations – bereits einen Weltmarktführer. 2006 in einer Studentenbude gestartet, hat das Unternehmen inzwischen drei Fabriken in Shenzhen, Vertriebsbüros in Los Angeles und in Frankfurt. Sein Börsenwert wird heute auf zehn Milliarden Dollar taxiert. Der kleinere Konkurrent Ehang arbeitet an Drohnen, die Personen befördern können. Das US-Magazin Forbes fragt ängstlich: „Hat China den Drohnenkrieg schon gewonnen?“
  • Präzisionsmedizin: Sie ermöglicht eine maßgeschneiderte Therapie des Patienten, da sie sich an den molekularen Merkmalen seines Tumors orientiert. Diese personalisierte Medizin, die zu einer Wunderwaffe in der Krebsbekämpfung werden könnte, ist einer der Schwerpunkte im laufenden Fünf-Jahres-Plan der chinesischen Regierung. Zu beachten sind hier vor allem die beiden noch relativ jungen Unternehmen iCarbonX (in Shenzhen) und WuXi NextCode (in Shanghai).
  • Fintech: In keinem Technologie-Bereich ist China dem Westen so weit voraus wie bei den Online-Angeboten von Bank- und Versicherungsprodukten. Das bestätigte eine gerade erschienene Studie der Citigroup. Vorreiter sind hier die Bezahlsystem der Internetgiganten Alibaba  und Tencent/WeChat. Aber auch hierzulande nahezu unbekannte „Unicorns“ (Technologieunternehmen mit einer Bewertung jenseits der Milliarde Dollar) wie lu.com (Bewertung: 18,5 Milliarden Dollar), Zhong An Insurance (acht Milliarden) oder LaKala (1,6 Milliarden) gehören zu den führenden Anbietern.

http://m.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/a-1134054.html

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